Samstag, 27. Juni 2009

Schützenfest-Pause

Eigentlich hatten wir die letzten Jahre mit Schützenfest überhaupt nichts am Hut.
Das änderte sich dieses Jahr, weil Jan als Jungschütze in den Schützenverein eingetreten ist und mein Mann dann auch mitmarschieren wollte. Ich habe mir nichts dabei gedacht und wäre in diesem Jahr auch überhaupt nicht darauf gekommen, dass mein Mann eventuell Schützenkönigsambitionen hegen könnte. Zumal er eigentlich auch Samstag und Montag ab 5 Uhr morgens arbeiten muss. Ich fühlte mich also absolut sicher ;)
Kaum war ich nachmittags am Schützenplatz, kam unser Sohn und meinte "Papa ist im Stechen". Ok, ich wusste, danach werden die Kanditaten gefragt, ob sie denn bereit wären, König zu werden. Ich bin davon ausgegangen, dass das „im Stechen sein“ noch nichts zu sagen hatte. Wie gesagt, ich war sicher, dass mein Mann arbeiten muss!
Keine 5 Minuten später kam er dann und fragte, ob ich was dagegen hätte, wenn er es versuchen würde? Mit dem Arbeitgeber wäre alles geklärt. Na ja, was soll ich dann sagen. Mir war sowieso bekannt, dass der Tag X irgendwann kommen würde. Er will eben tatsächlich Schützenkönig werden.
Das Stechen begann und ich wurde von Minute zu Minute nervöser. Plötzlich hieß es: Dein Mann ist König! Puh, das Herz rutschte mir in die Hose. Einige Minuten später dann Entwarnung: Ist er doch nicht! Es gab noch ein 2. Stechen und der Mitschütze ist es dann geworden. Sollte ich mich jetzt freuen oder traurig sein? So richtig entscheiden konnte ich mich nicht. Ich war mir sicher, dass mein Mann schon enttäuscht sein würde. Aber was soll's. Er kann es ja im nächsten Jahr oder wann auch immer noch einmal versuchen. Dann bin ich jedenfalls besser gerüstet, denn bei uns ist Schützenfest sehr stressig. Freitags wird der König geschossen und abends und die nächsten beiden Tage hat dieser dann mitsamt Gefolge gleich anzutreten. Den Stress haben wir uns in diesem Jahr also erspart, wenn wir auch den anderen Stress haben, dass wir im "Gefolge" sind und demnach auch den ganzen Tag verplant sind. An Laufen ist also leider nicht zu denken.
Für die nächsten Jahre wird mir dieses Spektakel allerdings eine Lehre sein, denn ab sofort darf mein Mann eine Woche vor Schützenfest zusehen, dass er alles ums und im Haus in Ordnung bringt und ich werde mich rechtzeitig nach Abendkleidern umsehen, damit ich zu gegebener Zeit weiß, wo ich diese schnellstens (innerhalb von 2 Stunden) bekommen kann.

5 Kommentare:

  1. So ein Schützenkönig im Hause machviel Stres und Arbeit.
    Da hast Du aber noch mal Glück gehabt. ;-)

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  2. Puhh, das ist ja kein königsein, das ist ja Stress pur (war mir nicht so bewusst, naja ich kenne mich in der Szene auch nicht wirklich aus) Viel Spaß im Gefolge und Montag ist der ganz Spuk dann vorbei (oder?) der Lauftreff ist wieder und Dein Knie ist gut erholt und alles ist paletti ;)

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  3. Das würde mir Angst machen... ne, ne Schützenkönig muss nicht sein. Verstehe deine Panik sehr gut!

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  4. Äääääähh, ich raff grad gar nix, weil keine Ahnung von Schützenkönig und drumrum hab üsch nüsch. Aber ich wünsche Dir ein baldiges Ende und wieder streßfreies laufen. *schiefgrins*

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  5. @Gerd: Ja, für dieses Jahr hatte ich noch mal Glück gehabt. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Die nächsten Jahre werde ich drauf eingestellt sein, denn mein Mann will unbedingt König werden. ;)

    @Pienznaeschen: Du hast Recht, stressig war es, selbst als Nichtkönig

    @Dauerlaufen: Angst macht mir das keine ;), aber ich war in diesem Jahr nicht drauf eingestellt und dann steht man schon etwas neben sich. Aber ich habe ja noch mal Glück gehabt

    @Eva: Jetzt ist alles vorbei und ich konnte heute trotzdem nicht laufen - einfach weil meine Füße so dick waren, dass ich überhaupt keine Schuhe anbekommen habe. Wenn ich mir meine Pumps heute so angucke, dann denke ich, dass Frauen schon enorm leidensfähig sind :D

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