Dienstag, 28. April 2009

Von Schnecken, Rehen ...

Die letzten Tage war mal wieder viel zu tun und so bin ich leider erst heute wieder zum Laufen gekommen. Große Lust hatte ich nicht und das Wetter war auch nicht gerade einladend - bewölkt und leichter Nieselregen. Wir wollten heute mal ein Stück auf einem weiteren Radweg laufen, so ca. 4-5 km. Nicht gerade sehr einfallsreich, aber was besseres fiel uns nach einem anstrengenden Arbeitstag nicht ein. Es wurde jedoch etwas anders, abenteuerlicher.
Wir sind am Schäferhof in den Radweg gebogen und dort war noch alles ok. Nach ca. 1,5 km wurde uns das aber zu langweilig und so sind wir rechts in einen Schotterweg eingebogen. Irgendwo sollte der ja wohl hinführen. Wetterbedingt wurde es um die Zeit schon leicht dämmerig und da kam uns eine weitere Abzweigung auf einen Reitweg gerade recht. Wo Pferde herkommen, sollten wir doch wohl auch laufen können ;-) Wäre ja gelacht.
Anfangs war das auch sehr schön und es lief sich angenehm auf dem Waldboden. Wir trafen einige Rehe und viele, viele Nacktschnecken :-D. Es wurde jedoch immer unwegsamer und selbst die Hunde mussten aufpassen, wo sie herlaufen. Pferde waren auf diesem Weg sicher schon längere Zeit nicht mehr unterwegs, denn plötzlich ging es nicht mehr weiter oder besser gesagt, wir hätten uns durch das Unterholz schlagen müssen. Dazu hatten wir aber - auch aus Angst vor Zecken und Wildschweinen - keine Lust. Wir wussten in etwa wo wir sind und wollten uns Richtung Kunstmühle durchschlagen. Aber - einfacher gesagt als getan. Es gab von diesem "Reitweg" keinen Zugang zu dem Grundstück und so sind wir steil bergab von Baum zu Baum geschlittert, schnell durch den Vorgarten an der Mühle gelaufen und dann über die Zufahrt dorthin wieder auf dem Radweg gelandet. Puh, war ich froh, als wir wieder auf dem normalen Weg waren.
Vorbei kamen wir an der "Mutter Gottes im Wasser" und einer Gedenkstätte für 14, am letzten Kriegstag gefallene Soldaten.


  • Distanz: 3.98 km
  • Zeit 00:35:18
  • Durchs. Tempo (min/km): 8:52 min/km
  • Durchs. Geschw.: 6,8 km/h
  • kcal: 282
  • Höhendifferenz 58 Meter (Höhe von 128 bis 186 Meter) (Gesamtanstieg: 50 Meter, Gesamtabstieg: 50 Meter)

Zitat: "Consolatrix afflictorum (Trösterin der Betrübten)
Mutter Gottes im Wasser
Die "Mutter Gottes im Wasser" ist zwischen Brakel und Nieheim (an der B252, in der Nähe der Abfahrt Bellersen/Marienmünster) gelegen, im Schatten einer kreisrunden Pflanzung von Ulmen und Eichen. Hier durchfließt der Heberbach die Stelle und wird zu einem kleinen Teich gestaut in dessen Mitte auf einer Insel die Heiligenfigur steht. Geschichte zur Errichtung des Standbilds:Als einer der Söhne der verstorbenen Gräfin Franziska im Jahr 1861 auf der Reise nach Paris war, erhielt er am Rhein die unerwartete und erschütternde Nachricht, dass seine Mutter in der Heimat schwer erkrankt sei. Von Besorgnis und Schmerz ergriffen, gelobte er der "Trösterin der Betrübten" eine Bildsäule errichten zu lassen, wenn die Mutter wieder gesund werde. Das Gebet des Sohnes fand Erhörung: Die Kranke erholte sich und lebte noch weitere 18 Jahre. Hoch erfreut ließ der junge Graf, nachdem er in die Heimat zurückgekehrt war, die prächtige "Consolatrix afflictorum" mit der deutschen Inschrift: "Tröste die Herzen, lind´re die Schmerzen, hilf uns, hilf uns, Maria!" an diesem besonderen Ort aufstellen."

4 Kommentare:

  1. Seid bloss vorsichtig beim Laufen auf Reitwegen. Scheinbar wurde dieser ja nicht benutzt, aber wenn euch ploetzlich mal ein Pferd im Galopp entgegen kommt, kann das vielleicht nicht mehr rechtzeitig stoppen oder scheut vor "seltsamen Gestalten" auf seinem Weg, gerade in der Daemmerung...

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  2. Kerstin, du hast vollkommen Recht und die Gefahr war uns (als Reitern) auch bewusst. Damit ist auf keinen Fall zu spaßen und es kann auch ernstlich was dabei passieren. Mehr Angst hatte ich aber tatsächlich vor Wildschweinen, denn momentan hört und liest man so einiges über Begegnungen mit diesen "netten Tierchen". Und weil mir das alles unterwegs zu denken gegeben hat, werde ich in Zukunft von Reitwegen runter bleiben.

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  3. Och ja diese "Abkürzungen" durch den Wald kenne ich nur zu gut! Und auch ich habe immer Angst vor diesen Mist-Zecken ! Obwohl ich bisher nur eine einzige hatte, scheinbar bin ich nicht ihre Geschmackssorte.
    Trotz dass es hier vor Wildschweinen nur so wimmeln soll, hatte ich bisher noch keine Begegnung, muss auch nicht sein.

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  4. Aufregend, da soll nochmal wer sagen laufen wäre langweilig ;) Wobei so neue Wege erkunden wie ich finde zu zweit bedeuten lustiger ist als alleine (ja, ich bin ein schisser und lauf leider den Weg alleine den ich kenne;))

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